Expo-Event

Der Eventbranche nicht den Stecker ziehen

Die Veranstaltungsbranche sagt klar Ja zum Covid-19-Gesetz. Es schafft die befristete gesetzliche Grundlage, für die dringend notwendigen wirtschaftlichen Unterstützungsleistungen wie Kurzarbeitsentschädigung, die Corona-Erwerbsersatzentschädigung, die Härtefallhilfen für die Eventbranche sowie die Unterstützung von Kultur und Sport.

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Wichtiger Teilerfolg für die Veranstaltungsbranche: Schutzschirm für Corona-bedingte Absagen und Verschiebungen

Das Parlament hat die schwierige Lage der Veranstaltungsbranche zu Teilen erkannt: Mit dem neu im Covid-19-Gesetz verankerten Artikel 11a kann sich der Bund an nicht gedeckten Kosten von Veranstaltern von Publikumsanlässen von überkantonaler Bedeutung beteiligen. Voraussetzung dafür ist allerdings unter anderem, dass eine kantonale Bewilligung vorliegt und der Anlass im Zusammenhang mit der Bewältigung der Corona-Pandemie aufgrund behördlicher Anordnung abgesagt oder verschoben wurde. EXPO EVENT und zahlreiche weitere Veranstaltungs- und Branchenverbände zeigen sich erfreut – auch wenn die Forderungen nicht in vollem Ausmass Gehör fanden.

 

EXPO EVENT vor dem Bundeshaus: Stimmen aus dem Parlament

 

Umfrage belegt: Die Zahlen aus der Veranstaltungsbranche sind vernichtend

Was nach gesundem Menschenverstand schon logisch erscheint, zeigt jetzt eine grosse Branchen-Umfrage erschreckend deutlich: Ein Jahr, nachdem Covid-19 auch in der Schweiz das Leben auf den Kopf gestellt hat, steht die hiesige Event- und Veranstaltungsbranche mit einem Bein über dem Abgrund. Der Bund wird darum dringend dazu aufgefordert, Verantwortung zu übernehmen und einen Schutzschirm für Corona-bedingte Absagen ab Spätsommer 2021 im Covid-Gesetz zu verankern.

Schutzschirm für die Zukunft der Veranstaltungbranche

Veranstaltungsbranche fordert einen im Covid-Gesetz verankerten Schutzschirm für Corona-bedingte Absagen


Veranstaltungen, Messen, Kongresse etc. sind wichtige Impulsgeber für die rasche gesamtwirtschaftliche Erholung nach der Coronakrise. Aus diesem Grund ist deren Planung unerlässlich. Die Allianz Veranstaltungsbranche fordert dringend eine zukunftsgerichtete Risikoabsicherung für Veranstaltungen ab dem 2. Halbjahr 2021, welche das Risiko im Zusammenhang mit bevorstehenden Veranstaltungen, Messen etc. teilweise abdeckt.

In der Sidebar findet ihr das seitens EXPO EVENT zusammen mit 15 weiteren Verbänden der Veranstaltungsbranche ausgearbeitetes Forderungspapier «Schutzschirm für die Zukunft der Veranstaltungbranche» sowie die entsprechende Medienmitteilung. In den Nachbarländern Deutschland und Österreich sind die Schutzschirme ebenfalls bereits eingeführt oder in Planung.

Konkret sollen mit der geforderten Anschubfinanzierung in der Schweiz finanzielle Nachteile aufgrund COVID-19-bedingter Veranstaltungseinschränkungen, Veranstaltungsabsagen oder -verschiebungen in der Zeit von 1. Juni 2021 bis 30. April 2022 bis zu maximal 90% ausgeglichen werden.

Das geforderte Impulsprogramm ist dringend notwendig, da Entschädigungen im Bereich Kultur und Sport dem wirtschaftlich gewichtigsten Teil der Branche (Dienstleister für wirtschaftsbezogene Veranstaltungen) verwehrt bleiben. Andere Hilfsmassnahmen wie Kurzarbeit / Härtefallentschädigungen bieten zudem keinen prospektiven Schutz, sind retrospektiv und lösen den Planungsstau nicht.

 

Verordnung über die Härtefallmassnahmen

Reaktion auf den Bundesratsentscheid vom 25. November 2020:


Christoph Kamber, Präsident von EXPO EVENT Swiss LiveCom Association: 

«Die Veranstaltungs- und Schaustellerbranche ist konsterniert über die völlige Nichtberücksichtigung der berechtigten Forderungen der Branchen. Vergangene Woche hat der BR zwar entschieden, dass die Gesamtsumme der Unterstützung von Bund und Kantonen für Härtefälle auf CHF 1 Mrd. erhöht wird. Dies nahmen wir mit grosser Erleichterung zur Kenntnis. An seiner heutigen Sitzung hat der BR aber darauf verzichtet, die aus unserer Sicht notwendigen Folgeschritte zu beschliessen. Damit wächst die Gefahr, dass es Ende Jahr zu einer Entlassungswelle kommt, mit jedem Tag. In diesem Zusammenhang von einer natürlichen Strukturbereinigung zu sprechen, erachten wir als sehr zynisch. Vielmehr erwarten wir zeitnah ein Massensterben von bis vor kurzer Zeit gesunden Unternehmen. Wir fordern weiterhin die Anhebung der Höchstgrenze für nicht rückzahlbare Beiträge auf 30% des Jahresumsatzes 2019 und die Streichung der Höchstgrenze pro Unternehmen; kantonsübergreifende, einheitliche Kriterien und Verfahren zur Beurteilung und Zulassung für Härtefall-Massnahmen mit Vorleistungspflicht durch den Bund für den 1. Teil der Finanzhilfe von CHF 400 Mio. sowie keinen Ausschluss von Unternehmen aufgrund sachfremder Kriterien (Umsatzuntergrenzen, Staatsbeteiligung, Kumulation Unterstützungsgelder etc.)»

 

Richtige Hilfe – jetzt, schnell und unkompliziert!


Die Event-, Schausteller- und Reisebranche appelliert gemeinsam an den Bund, bei der Härtefall-Regelung im Rahmen des Covid-19-Gesetzes das Zepter zu übernehmen, die gesprochenen Mittel substanziell zu erhöhen und umgehend mit deren Auszahlung zu beginnen. Nur so kann eine drohende Konkurswelle in den nächsten Wochen und Monaten noch gestoppt werden.
 

«Unsere Branche steht komplett still. Damit ist für uns nichts
anderes als der Super-GAU eingetreten. Wir fordern deshalb
eine unverzügliche Auszahlung von Hilfsgeldern, damit die Hilfe
noch rechtzeitig ankommt und unnötige Konkurse vermieden
werden können. Dies bedarf einer guten Zusammenarbeit der
Behörden mit dem Bund im Lead. Wir wollen die Sicherstellung
einer Gleichbehandlung auf nationaler Ebene und damit eine
Verhinderung von drohenden Wettbewerbsverzerrungen für
Unternehmen in unterschiedlichen Kantonen sowie eine
ausreichende Finanzierung des Hilfsfonds von Bund und
Kantonen, damit der Branche echt und nicht nur zum Schein
geholfen werden kann. Die angekündigten 200 Millionen
des Bundes reichen bei weitem nicht aus.»


- Christoph Kamber, EXPO EVENT-Präsident

 

Muster-Schutzkonzept

Vorbereitet sein, sobald es wieder los geht: Mit dem vorliegenden, umfangreichen Muster-Schutzkonzept, welches die aktuellen Vorgaben des Bundes für Theater-, Konzert-, und Veranstaltungsbetriebe berücksichtigt, könnt Ihr die für Eure Betriebe/Events relevanten Punkte herausnehmen und so Euer individuelles und professionelles Schutzkonzept erarbeiten.

MUSTER-SCHUTZKONZEPT 4.1

Weil Live mehr drin ist

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